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Sebastian,
11 October 2006
South Korea
, Seoul
Back to the Basics
- Sebastian in South Korea's countryside -
Ja, so vergeht die Zeit. Nun sind wieder zwei Woche vergangen und ich habe spannendes und neues erlebt:
(Mittlerweile werden ja auch Atombombentests in meiner Umgebung durchgefuehrt...)
Aufgrund des hier am 6. Oktober gefeierten Chuseok, das koreanische Erntedankfest, hatten wir eine Woche frei und haben uns mit 8 Studierenden auf eine Reise in das laendliche Sudkorea begeben.
Chuseok ist das wichtigste Familienfest in Korea und besitzt in etwa den Stellenwert von Weihnachten in Deutschland. Dementsprechend ist das ganze Land auf Achse um Verwandte zu treffen. Seoul ist in dieser Woche wie ausgestorben und zahlreiche Restaurants/Geschaefte sind geschlossen.
Zunaechst sind wir mit dem Zug in das Gangchon Resort gefahren. Die Zugfahrt von Seoul aus hat etwa 1,5 Stunden gedauert. Gangchon ist ein recht beliebtes Ausflugsziel bei Studenten. Nach dem Mittagessen nicht besonders schmackhafter "Kalter Nudeln in Eiswasser", haben wir uns Mountainbikes gemietet und sind zu einem nahegelegenen Wasserfall gefahren. Dieser war nicht allzu gross, jedoch hat mir die dortige Atmosphare im huegeligen Gebiet sehr gut gefallen. Spaet nachmittags sind wir mit dem Bus nach Sokcho aufgebrochen. Am Zielort angekommen, wollten wir natuerlich zunaechst unser Gepaeck abladen und gingen vom Sokcho Expressbusterminal direkt zu unserem Hotel, dass unmittelbar am Strand gelegen ist. Von aussen machte es einen zwielichtigen Eindruck, weil es ein Neubau mit verschiedensten Neonlicht-Farben war, aber im inneren gefiel es mir recht gut. So lernte ich den Unterschied zwischen "Western & Korean Style" kennen. In Korean Style Zimmern uebernachtet man auf mehreren geheizten Decken auf dem Fussboden. Etwas gewoehnungsbeduerftig, aber nach ein paar Naechten fuehlte ich mich sogar fitter als sonst. Die Stadt Sokcho gehoerte schon immer zu Koreas beliebtesten Reisezielen, da sie einerseits unmittelbar am azurblauen Wasser des Ostmeeres liegt und andererseits nach Westen hin vom Seoraksan-Gebirge, Koreas beruehmtestem Nationalpark, umgeben ist.
Abends sind dann noch einige unserer Gruppe schwimmen gegangen und wir haben wieder mal Soju und Bier in einer netten Bar konsumiert.
Die kommenden 2 Tage haben wir im sogenannten Seroksan National Park verbracht. Im November 1965 wurde das Seoraksan Gebirge zum Nationalen Naturschutzgebiet erklaert, im Dezember 1973 folgte die Bestimmung zum Naturschutzpark und im August 1982 wurde das Gebiet von der UNESCO zum "Biosphere Preservation District" erklaert. Der Naturschutzpark erstreckt sich ueber insgesamt vier Landkreise, Sokcho, Inje, Goseong und Yangyang. So sahen wir dort unter anderem eine riesige Buddha-Statue und sind einen 873 m hohen Gipfel mit sage und schreibe 808 Stufen, die extrems steil waren und garantiert nicht europaeischen Sicherheitsbestimmungen entsprachen, hinaufgestiegen. Oben angekommen, wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt und es gab dort auch einen Stand der kleinen Kindern, die diesen doch recht gefaehrlichen und anstrengenden Aufstieg geschafft hatten, eine Medaillie mit gravierten Namen schmiedete. Zudem sind wir viel gewandert und ich fuehlte mich sehr wohl, abseits der lauten und stressigen Grossstadt Soul. Insgesamt 2 schoene und beeindruckende Tage.
Am 4. Tage unserer Reise machten wir uns auf den Weg gen Samcheok. All diese Fahrten bestritten wir mit mehr oder minder komfortablen Busse, zu sehr guenstigen Preisen.
Samcheok ist eine Stadt in der Provinz Gangwon. Die an der Ostkueste Suedkoreas gelegene Stadt ist vor allem durch ihre Kalksteinhoehlen bekannt, von denen die Hoehle Hwanseongul eine der groeßten in Asien ist. Sie ist von einer schoenen Berglandschaft umgeben und ist 6,2 Kilometer lang, jedoch sind nur 1,2 Kilometer der Oeffentlichkeit zugaenglich. Aber auch dieses Stueck hinterlaesst bereits bei mir bleibende Eindruecke. Die Hoehle hat 10 Wasserbecken, 6 Wasserfaelle, eine große Hauptkammer und Dutzende von ueberraschenden Formationen mit Stalaktitenkaskaden , einer "großen chinesischen Mauer" und dem "Koenigsthron". Alles ist mit farblichen Lichtern untermalt und sehr schoen gestaltet. Die Luft war sehr kuehl und erfrischend.
Am 5. Tag ging unsere Reise weiter nach Danyang zum nahegelegenen Guinsa-Tempel, der mich wirklich beeindruckt hat. Der Tempel befindet sich sehr weit oben in den Bergen und man muss schon fit sein, um ihn zu erklimmen. Der Tempel besteht aus bis zu 40 mehrstoeckigen Betongebaeuden und es werden weitere Gebaeude gebaut. Es gab mehrere Restaurants und ich habe zahlreiche Moenche gesehen. Zum Abschluss bin ich noch auf den "Tempelberg" gestiegen, was sich wirklich als Herausforderung herausstellte! Der Aufstieg hat mehr als eine Stunde gedauert und ging entsprechend in meine Waden. Auf dem Berg befindet sich das Grab des Tempelgruenders. Dieser Buddha wird verehrt und viele Moenche und Nonnen kommen taeglich auf den Berg, um zu beten und zu meditieren. Zudem hatten wir eine geniale Aussicht auf das hueglige Umland und das bei strahlendem Sonnenschein.
Nach dieser interessanten Erfahrung sind wir am letzten Tag unserer Reise nach Suanbo in die sogenannten "Hot Springs" aufgebrochen, welche im Suanbo Park Hotel waren. Im Hotel angekommen, haben sich die Wege von Frauen und Maenner getrennt, da es in Korea ueblich ist, dass man (geschlechts-)getrennt "baden" geht. Die Quellen waren indoor, man hat sich gewaschen und ist dann gediegen in die heißen Quellen gesetzt, die ca. 43 Grad heiss waren. Zudem habe ich einige Saungaenge gemacht und mich auf einem Liegestuhl von den Reisestrapazen zum Abschluss unserer Tour erholt

Anschliessend ging es ein letztes Mal mit dem Direktbus zurueck an unseren Ausgangspunkt Seoul, wo wir dann noch ausgiebig den Geburtstag eines Italieners unserer Gruppe mit Soju begossen haben.
Als Fazit kann ich sagen, dass ich es sehr genossen habe, dass Landesinnere von Korea kennengelernt zu haben, schoene Orte und Dinge gesehen zu haben und in einer netten Truppe auf dem Fussboden unter teilweise inakzeptablen hygenischen Zustaenden, uebernachtet zu haben
Ingesamt also eine wertvolle Erfahrung fuer mich. Soviel zu den Erlebnissen der letzten Tage.
Vergangenes Wochenende hatte ich auch endlich die Moeglichkeit die Clubszene am sogennanten clubbing day in Soul zu erkundschaften. Dieser findet im Gebiet der Hong Ik University und einmal im Monat statt. Man kann fuer eine einmalige Gebuehr von 15000 Won (ca. 12 Euro) zahlreiche Clubs dieser Region besuchen. Zusammen mit anderen Austauschstudierenden habe ich dort die halbe Nacht verbracht. Obwohl es wirklich eine ganze Menge an Diskotheken gibt, waren alle total ueberfuellt. Scheinbar war ganz Seoul an diesem Abend unterwegs Aber Spass gemacht hat es trotzdem, war ja auch der erste Abend dieser Art seit meiner Ankunft in Korea.
In diesem Sinne mit den besten Gruessen nach Deutschland
Sebastian
To be continued...
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11 October 2006
HAPPY BIRTHDAY!!
Erstmal! Ist bei uns zwar noch nicht, aber bei Dir schon - in diesem Sinne alles Gute und bestes Gelingen der Dinge die da kommen mögen im kommenden Lebensjahr (evtl. ja auch eine DA mit LISREL - da wünsch ich Dir dann eine Extra-Portion Freude!) 
Hier soweit alles paletti.. Also, feier schön, gönn Dir ma ne Massage
.
Beste Geburtstagsgrüße!
Michael
12 October 2006
Ja gut, äh, wo ich schon mal hier bin: "Happy Birthday to you, Marmelade im Schuh....". Alles Gute zum Geburtstag, beste Grüsse aus NJ, Jan
12 October 2006
Bei mir ist noch der 11.....
12 October 2006
Happy Birthday - oder wie die Niederländer sagen: van harte gefelicieerd!
Liebe Gruesse aus Groningen
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